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Meine überschaubare Packliste für einen Fernwanderweg Veröffentlicht am 16.05.2017

“Durch das Einfache geht der Eingang zur Wahrheit.” (Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker, 1742 – 1799)

Ich bin im Vorfeld meiner Fernwanderung Budapest – Eisenach (#bud2esa) einige Mal gefragt worden, was ich alles mitnehmen werde.

Ganz ehrlich: Nicht viel!

Warum?

Weil ich die vielen Kilometer und das ständige Auf und Ab – es ist ein Bergwanderweg! – nicht mit viel Gepäck bewältigen möchte. Lieber leicht und tragbar, damit die Anstrengung nicht durch zusätzliche Kilogramm auf dem Rücken vermehrt wird.

Und das habe ich auch so geschafft!

Wie? 

Ohne weitere Vorrede lasse ich dich jetzt gerne einfach mal in meinen Rucksack hineinschauen …

Meine Packliste für den Fernwanderweg #bud2esa

Ich habe mir keinen neuen Rucksack angeschafft, sondern vertraue auf Altbekanntes. Ich wandere mit dem Rucksack, mit dem ich auch meine Wochenendtouren in den Alpen unternehme. Seit mittlerweile fünf Jahren bin ich mit meinem Rucksack von Deuter unterwegs – und happy damit. 

  ✓ Das bedeutet, meinPackliste Fernwanderweg #bud2esa - Friedensfahne Rucksack ist nicht sehr gross. Gerade einmal 32+ Liter passen hinein. Nicht viel für eine rund viermonatige Wanderung.

  ✓ Wichtig an meinem Modell sind mir auch die diversen kleinen Aussentaschen für Kleinigkeiten, eine einfach erreichbare Tasche für die Wasserflasche sowie die Chance, durch Extraschnallen auch etwas aussen befestigen zu können (zum Beispiel Schuhe).

  ✓ Mit meinem “alten” Rucksack ist auch sicher, dass mein Rucksack gut sitzen wird und ich keine Rückenschmerzen bekommen werde.

Und das ist alles drin …

Meine Kleidung für unterwegs

Ich kaufe nicht nach Markennamen ein. Ich kaufe, was mir gefällt. Da ich eine relativ schmale Hüfte, aber auch eine sehr weitere Taille habe, passen mir nicht alle Hosen und Oberteile. Also kaufe ich, was mir passt, egal von welcher Marke. Auf Wunsch gebe ich hier dennoch die Marken meiner Klamotten an.

1 Regenjacke (Haglöfs)

1 Softshelljacke (meine Tourenleiterjacke des SAC-Uto, Mammut)

2 warme Pullover – einer zum Wandern und einer nur für die Unterkünfte (Moorhead, Arcteryx)

1 Wanderhose als Ziphose (Mammut)

1 andere etwas robustere Wanderhose – die zweite Hose habe ich auch dabei, falls es mal regnet und die Klamotten nicht rechtzeitig trocken werden (Haglöfs)

3 Wanderblusen, davon eine langarmig (Schöffel, Jack Wolfskin, Marmot)

2 bequeme T-Shirts für die Abende oder zum Schlafen

5 Mal Unterwäsche

2 Paar Wandersocken (Falke TK2)

2 Paar Socken für die Zeit ausserhalb der Wanderschuhe

1 Paar Handschuhe (zum Aufklappen, wenn es zu warm wird)

1 Buff (für einen warmen Hals)

1 warmes Unterhemd (für den Kälteeinbruch)

1 Sonnenschutz (Käppi, Brille und Sonnencreme)

1 Paar AKU-Trekkingschuhe mit Profilsohle 

Die Packliste für die Unterkünfte

Alles, was ich brauche, wenn ich gerade nicht wandere:

1 Waschzeug (Zahnbürste, Zahnpasta, Creme, Kamm, Tampons, Deo, …) – so viel wie wirklich nötig, so wenig wie möglich.

1 leichtes, schnell trocknendes Handtuch

1 Ohropax

1 kleine Taschenlampe (Stirnlampe)

1 Seidenschlafsack – für nicht ganz so saubere Quartiere oder Berghütten

1 oder 2 Mal Taschentücher (auch sehr hilfreich, wenn ich unterwegs mal ins Gebüsch muss)

Die Packliste für das schnell unterschätzte und dennoch wertvolle Equipment

Es gibt ein paar wenige Ausrüstungsgegenstände, die ich immer dabei habe. Egal, wo ich wandere oder wie lange. Diese Dinge haben mir so oft das Leben leichter gemacht, dass sie mittlerweile für mich unverzichtbar geworden sind. Dazu gehören:

1 einzelner Wanderstock (ich habe immer nur einen dabei) zur Unterstützung bei Auf- oder Abstieg und damit ich beim Gehen nicht nach vorne abkippe

1 Regenschutzhülle für den Rucksack
1 Regenschirm

1 Paar leichte Zweitschuhe – für die Zeit nach der Wanderung. Ich schwöre auf Crocs, weil ich sie auch mal zum Duschen nutzen kann. Denn – meine Füsse freuen sich immer, wenn sie wieder aus den engen Wanderschuhen raus dürfen. Luft sowie Freiheit spüren, gefällt auch den Füssen ausnehmend gut.

1 Taschenmesser

1 Sitzkissen

Die elektronische Packliste für meinen Fernwanderweg

Da ich von unterwegs auch arbeite und schreiben möchte, geht es ohne Technik einfach nicht.

1 Smartphone mit Ladekabel mit Europa-Tarif, damit ich auch von unterwegs jederzeit online etwas abfragen kann, zum Beispiel, wenn ich mich verlaufe – unbezahlbar!

1 Digitalkamera

1 mein Laptop mit Maus und Netzteil sowie Schutzhülle

1 leichte Kopfhörer

1 kleines Stativ für die besonders schönen Aufnahmen oder Selfies

Und sonst so?

Es gibt ein paar Dinge, die in keine andere Kategorie passen, dennoch aber dazugehören:

2 gefüllte Trinkflaschen á 0,5 Liter (meist ein Mineralwasser und eine Cola)

1 Essen für die Zwischenmahlzeit für unterwegs (Obst oder Schokoriegel)

1 Erste-Hilfe-Box mit Pflastern, Binden, Zeckenzange, Desinfektionsmittel, Medikamenten und einer Bandage für gestresste Bänder oder Gelenke

1 Badeanzug (allein Ungarn ist das Land der Themalbäder)

1 Pfefferspray – man weiss ja nie …

1 meine Dokumente (Reisepass und Personalausweis, Bargeld, EC- und Kreditkarte, Krankenkassenkarte)

6 dünne Bücher / Wanderführer, die die einzelnen Strecken meiner Wanderungen abbilden – Ich danke Fernwege.de ganz herzlich dafür!

1 Paar ultraleichte Barfuss-Schuhe für leichte und kürzere Etappen – für das richtige Gehen und den echten Kontakt mit Mutter Erde

Und ganz speziell für diesen Fernwanderweg:

2 kleine Fahnen mit Motiven zu Freundschaft und Frieden, die bei Sonne, Wind und Wetter am Rucksack baumeln.

Packliste Fernwanderweg #bud2esa - zuFussunterwegs

Das war´s.

Mehr habe ich nicht dabei. Bis auf die Handschuhe und das Unterhemd für einen möglichen Kälteeinbruch habe ich in den ersten zwei Wochen unterwegs auch alles aus meiner Packliste für meinen Fernwanderweg #bud2esa bereits benötigt.

Das bedeutet aber auch, dass ich nach langen Wandertagen auch immer wieder die Energie und Kraft aufbringen muss, ein paar der Sachen auszuwaschen. Idealerweise tue ich das nach kürzeren Etappen, damit ausreichend Zeit zum Trocknen verbleibt.

Das ist nicht immer schön. Das nervt auch manchmal. Aber es ist notwendig. In der ein oder anderen Unterkunft kann man seine Sachen auch manchmal waschen lassen. Dann sage ich – bei vernünftigen Preisen – natürlich auch nicht nein! Dafür trage ich weniger Gewicht mit mir durch die Landschaften Osteuropas. Das ist es mir allemal wert … 

Ich habe meinen gepackten Rucksack nicht gewogen. Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich nicht der Typ bin, der Material und Ausrüstung bis zum letzten Gramm optimiert. Dazu fehlt mir die Lust und das Interesse.

Das, was ich dabei habe, kann ich problemlos tragen. Ich komme damit über rund 10 Tage, ohne gross waschen zu müssen. Alles, was ich dabei habe, brauche ich. Gleichzeitig vermisse ich nichts.

Ich spüre meinen Rucksack nicht mehr beim Wandern. So muss es sein!

Also passt das so für mich.

Jetzt, wo ich diese Liste erstellt habe und auch alles nochmals ausgepackt habe, stelle ich fest, dass sie sich kaum von der Packliste für eine Zweitageswanderung in den Bergen unterscheidet. Das einzige, was ich dann nicht habe, sind der Computer, das dritte Paar Schuhe, etwas Unterwäsche weniger und anstelle der Wanderbücher habe ich eine Wanderkarte dabei.

In gewisser Weise wandere ich also schon eine ganze Weile minimalistisch, leicht und optimiert durch die Berge.

Gewusst wie oder auch einfach jahrelang gemachte Erfahrungen. Irgendwann spielt sich alles ein. Ich weiss, was ich brauche, was ich habe und was ich wie tun muss.

Ein gutes Fundament, um endlich meinen ersten Fernwanderweg in Angriff zu nehmen.

Was hast du noch in deinem Rucksack dabei, was unentbehrlich ist? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!

P.S.: Für weitere Tipps zur Ausrüstung findest du wertvolle Informationen in den Siebensachen.

P.P.S.: Viele weitere Informationen zu meiner Fernwanderung #bud2esa findest du hier

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