Du warst schon wieder ein Couchpotato? 11 Anstupser, warum du eine Winterwanderung wagen solltest! Veröffentlicht am 20.12.2016
“Ein seiden entrückter Himmel stand über mir, wie ihn nur ein Winternachmittag dem Einsamen schenkt … “ (Elmar Kupke, *1942, deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph)
Jeder von uns war schon einmal ein Couchpotato.
Ich auf jeden Fall.
Du wahrscheinlich auch.
Es ist auch so einfach, es sich im wohlig warmen Zuhause auf der Couch gemütlich zu machen. Dabei ein gutes Buch zu lesen, Radio zu hören, im Internet zu surfen oder Fernsehen zu schauen. Es gibt schon gute Gründe, auch mal zu Hause zu bleiben. Solange es nicht nur die reine Bequemlichkeit ist.
Und, es kostet Überwindung, sich aufzuraffen und nach draussen zu gehen. Umso mehr, je unangenehmer und kälter die Tage in der dunklen Jahreszeit sind.
Dabei ist es ein besonderes Erlebnis, sich gerade im Winter von der Wärme hinaus in die Kälte zu wagen.
Für eine Winterwanderung.
Ich kann diese winterliche Prokrastination gut nachvollziehen. Deine, meine, die aller anderen.
Die Tage sind kurz in der dunklen Jahreszeit. Die Tage sind oft unwirtlich im Winter. Sie sind nicht gerade eine Einladung, an die frische Luft zu gehen für eine Winterwanderung oder einen ausgedehnten Spaziergang. Noch dazu ist es manchmal ein Kunststück, die richtige Kleidung zu finden: der Übergang zwischen zu warm und zu kalt erscheint fliessend. Der Akt des Anziehens an sich dauert lange und fällt, dick eingemummelt, auch schon mal schwer. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche mag man auch gerne einmal nichts tun.
Doch es gibt sehr gute Argumente, sich dem eigenen Müssiggang und den Annehmlichkeiten der eigenen Wohnung bewusst zu entziehen.
Was es dazu braucht?
Den unbedingten Willen dazu.
Selbstdisziplin.
Und das Wissen, warum eine Winterwanderung ein eindrucksvolles Erlebnis ist. Und dieses Wissen bekommst du von mir. Hier und jetzt.
11 stichhaltige Anstupser als Ansporn für deine Winterwanderung
#1 Eine Winterwanderung ist ein Fest der Temperaturschwankungen.
Du wagst dich aus deiner heimeligen Stube hinaus in die Kälte und das vielleicht auch triste Wetter. Das kostet zuerst Überwindung, doch dann merkst du, dass es gar nicht schlimm ist!
Später, nach deiner Winterwanderung oder deinem ausgiebigen Spaziergang, innerlich warm und dennoch leicht fröstelnd, kehrst du aus der Kälte kommend wieder zurück in die gemütliche Wärme deiner Wohnung.
Dein Kreislauf und deine Abwehrkräfte danken es dir!
#2 Landschaft und Wälder im Winter zu erkunden, macht Freude und bringt Interessantes!
Deine Winterwanderung wird diese Umgebung und Natur buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Eine verschneite Landschaft birgt auch immer etwas Friedliches, trotz der Kälte, die Schnee auch bedeutet.
Das bringt dir neue gedankliche Ansatzpunkte und Perspektiven.
Die winterliche Stimmung draussen vor der Tür ist oftmals auch ein wunderbares Fotomotiv, denn diese eindrückliche Stimmung lässt sich manchmal nur schwer in Worte fassen.
#3 Winterfeeling pur erleben!
Warm angezogen, eine Mütze auf dem Kopf, die Hände warm versteckt in den Handschuhen, nur die Nase, die darf noch immer die Kälte spüren. Sie muss die kalte Luft aushalten und sich den Wind um die Nase ziehen lassen.
Das ist Winterfeeling pur und gehört dazu, wenn man den Winter erleben möchte. Nach einem warmen Tee, Glühwein oder noch besser einer heissen Zitrone ist es auch deiner Nase schnell wieder angenehm warm!
#4 Eine Winterwanderung, noch dazu wenn du durch Schnee stapfst, bedeutet ausgiebige Bewegung.
Für dich, deine Muskeln, deinen Körper und deinen Kreislauf. Das erlaubt dir, deine eigene körperliche Leistungsfähigkeit auf einem guten Niveau halten zu halten.
Der Winterspeck hält sich so in vertretbaren Grenzen und du musst im Frühjahr nicht bei Null anfangen, sondern stehst bereits noch im Bewegungssaft.
#5 Den eigenen Weg gehen!
Nie ist das wahrer und stimmiger, als in frisch verschneiter Landschaft die eigene Spur ziehen. Blickst du zurück, siehst du ihn ganz deutlich: deinen Weg.
Diesen eigenen Weg zu finden, in unberührter Natur, ist dabei mindestens genauso wertvoll.
Ein stimmiges Wortspiel mit besonderer Bedeutung!
#6 Die Stille unterwegs geniessen – und die Natur fast für sich allein haben!
Wandern in der kalten Jahreszeit ist nicht so populär wie im Sommer. Im Winter wandern nur die wirklich passionierten zuFüssler. Ein perfekter Moment für nette Bekanntschaften unterwegs.
#7 Eine Winterwanderung bringt gute Laune!
Bewegung sorgt für einen freien Kopf und macht kreativ. Der Wind pustet allfällige Probleme einfach weg, die Kälte friert sie ein und schafft Platz für neue Ideen, Pläne und Freiraum für Denkanstösse.
#8 Auf einer Wanderung im Winter schwitzt du weniger (es sei denn, du bist zu warm angezogen)!
#9 Das Knirschen des Schnees ist ein treuer Begleiter!
Wenn du das Geräusch des Schnees, der unten deinen Wander- oder Schneeschuhen knirscht, hörst, weisst du, dass du in Bewegung bist.
Du bist in einer verschneiten Winterlandschaft unterwegs. Ist das nicht reizvoll?
Das Knirschen begleitet dich während deiner Winterwanderung und du wirst es vermissen, wenn du die Wanderung beendest.
Auf mich hat es eine beruhigende Wirkung.
#10 Weitblicke sind garantiert!
Die frische klare Luft, die besonders kalte Wintertage mit sich bringen, sorgt für eine tolle Fernsicht!
Das gilt es auszunutzen, gerade in den Bergen lassen sich dann famose Panoramen und Weitblicke wunderbar bestaunen. Ein stimmungsvolles Bild bietet sich in den Bergen auch, weil du im Winter dann meist über den ausgedehnten Nebelfeldern und Wolken stehst.
Ein Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit, das süchtig machen kann!
#11 Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bestaunen!
Gerade in der dunklen Jahreszeit mit ihren kurzen Tagen liegen Sonnenaufgang und -untergang so nah beieinander wie sonst nicht im Jahr. An den bereits erwähnten klaren Tagen warten tolle Lichtverhältnisse, Wetterstimmungen und Fotomotive.
Das Besondere dabei? Du musst nicht früh aufstehen und auch nicht lange draussen bleiben, um das erleben zu dürfen.
Das Glücksgefühl, sich überwunden zu haben
Wenn du dann unterwegs bist und beim Ausatmen den Hauch deines Atems im kalten Wetter siehst, dann weisst du, dass du dieses Mal kein Couchpotato gewesen bist.
Sondern, dass du auf einer Winterwanderung bist. Dich überwunden hast. Dein Wille stärker war als deine Bequemlichkeit. Ein Sieg über den inneren Schweinehund und das Kopfkino, den du niemals bereuen wirst.
Die Erkenntnis: Winterwandern ist schön!
Und, wie fühlt sich das genau an? Bist du stolz und glücklich, dich aufgerafft zu haben? Welche Gedanken bringst du mit nach Hause? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!
P.S.: Du möchtest einen täglichen Anstupser? Nicht nur im Winter, sondern 365 Tage im Jahr? Dann empfehle ich dir die zuFüssler-Checkliste, die dir jeden Tag die richtigen Fragen stellt. Und dir ausserdem ein Plätzchen schenkt, deine kreativen Gedanken von unterwegs festzuhalten.
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Beitragsbild: Unsplash
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