Eine gedankliche Fotoreise zum Welttag der Berge Veröffentlicht am 06.12.2016
“Der Berg. Er ist einfach da, imposant, massiv, geradlinig. Er bleibt unerschütterlich, beherrschend. Es bleibt mir nichts übrig, als mich ihm zu fügen. Wenn ich am Leben bleiben will, muss ich auf der Hut sein und ihn respektieren.” (Catherine Destivelle, französische Alpinistin, *1960)
Wusstest du, dass rund 27% der Oberfläche unserer Erde von Gebirgen bedeckt sind?
Wusstest du, dass die Berge zwar gewaltig und stark wirken, dennoch aber fragile Ökosysteme sind?
Wusstest du, dass der 11. Dezember im Jahr 2003 von der UNO zum Internationalen Welttag der Berge erklärt wurde?
Der Welttag der Berge ist mit dem Ziel verbunden, diese Landschaften in den Fokus der Menschen und ihrer Aufmerksamkeit zu rücken und gleichzeitig auf die Besonderheiten und Probleme der Bergregionen und ihrer Bewohner, Menschen sowie Fauna und Flora, hinzuweisen.
ZuFussunterwegs feiert mit an diesem Tag!
Zur Feier des Tages gibt es 12 Berg-Impressionen, eines für jeden Monat bis zum nächsten Internationalen Welttag der Berge. Zu jedem dieser Bilder gibt es einen Gedanken das Gebirge betreffend. Einen Gedanken oder eine Fragestellung, die zwar angerissen werden, die ich aber nicht weiter erläutern oder beantworten werde.
Das überlasse ich dir, lieber zuFüssler, lieber Leser, verbunden mit dem Wunsch, dass du die Schönheit dieser Landschaften ebenso geniessen und in dich aufsaugen kannst.
Möge der Internationale Welttag der Berge tatsächlich ihrem Schutz dienen können und dem der Natur insgesamt!
Berge faszinieren den Menschen seit Jahrhunderten. Wie schaffen wir eine ausgewogene Balance von Nutzung und Schutz?
Durch die Klimaerwärmung schmilzt der so wichtige Permafrostboden. Die Folge sind Felsstürze, Murenabgänge, Steinlawinen. Wie schaffen wir es, unser wirtschaftliches und auf Konsum ausgerichtetes Handeln nachhaltig einzugrenzen?
Gebirge sind Lebensraum für 10% der Weltbevölkerung. Wie schaffen wir es, ihre Lebensgrundlage zu erhalten?
Berge bieten dem Besucher Momente der Herausforderung, des Demuts, des Genusses und der Stille. Wie schaffen wir es, die Berge nicht noch mehr aus kommerziellen Zwecken zivilisieren zu wollen?
Die Berge sind auch ein vielfältiger Lebensraum für Fauna und Flora. Wie schaffen wir es, dass alle menschlichen Besucher mit den Bewohnern verantwortungsvoll umgehen?
Die Gletscher schmelzen durch den Klimawandel. Wie schaffen wir es, dass endlich alle Menschen verstehen, dass der Klimawandel kein Märchen ist?
Eine Unternehmung im Gebirge ist auch immer Wonne und Anforderung zugleich für Körper und Geist. Wie schaffen wir es, dass manche Menschen sich dabei nicht überschätzen?
Der Mensch möchte die Berge, die so unbändig erscheinen, immer wieder neu herausfordern oder gar bezwingen. Wie schaffen wir es, diesen Unsinn endlich sein zu lassen und die Berge so zu belassen, wie sie sind?
Das Gebirge ist nicht immer leicht für den Menschen zugänglich. Wie schaffen wir es, zu vermeiden, dass Strassen und Seilbahnen immer tiefer ins Gebirge hinein gebaut werden?
Die natürlichen Ressourcen der Berge, wie zum Beispiel Wasser, Holz oder andere Rohstoffe, werden von allen Menschen der Erde gebraucht. Wie schaffen wir es, mit diesen nur sich langsam erneuerbaren Energien sinnvoll umzugehen?
Die Stille der Bergwelt gehört mit zum Schönsten, was diese Landschaftsform zu bieten hat. Wie schaffen wir es, solch unnötige Angebote wie zum Beispiel Heliskiing, Gebirgsfliegerei oder Freeriden zum Schutz der Natur sein zu lassen?
Der Schutz der Wildnis und der Ökosysteme hat auch in den Bergen oberste Priorität. Wir schaffen wir es, mehr zwingende Schutzgebiete (Nationalparks) zu errichten und dabei den Widerstand der Lobby-Organisationen (Jagd, Tourismus, Tourenveranstalter, Wirtschaft) zu brechen?
Auch wenn die französische Alpinistin Catherine Destivelle das eingangs erwähnte Zitat in einem anderen Zusammenhang gemeint hat, bleibt es doch richtig und wahr – auch, wenn es um den Internationalen Welttag der Berge geht.
Denn wir brauchen sie, diese manchmal sanften und manchmal gewaltigen Riesen!
Was liegt dir auf dem Herzen, wenn es um die Berge und Gebirge dieser Welt geht? Welche Gedanken machst du dir?
Fotos: Unsplash (wenn nicht anders markiert)
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